Erstes Podest für Bulgarien und Vladimir Zografski, erster Weltcupsieg für Philipp Raimund
Der erste Wettkampf der Herren in Lahti, der für den ausgefallenen von Ruka und wie geplant in nur einer Runde ausgetragen wurde, nahm einen anderen Ausgang als erwartet. Domen Prevc als letzer Starter und natürlich mit dem weitesten Sprung, stand eigentlich schon als Sieger fest, doch die Materialkontrolle ergab einen zu langen Ski - Disqualifikation.
Somit belohnte sich Philipp Raimund nach seinem Olympiasieg nun auch mit seinem ersten Weltcupsieg. Sein Sprung auf 122,5 Meter ergab einen Vorsprung von 0,7 Punkten auf den Zweitplatzierten. Das war Daniel Tschofenig, der bei 124,5 Metern landete. Ebenfalls 224,5 Meter erreichte Vladimir Zografski. Damit sprang der Bulgare zum ersten Mal in seiner inzwischen schon langen Karriere auf das Podest!
Domen Prevc siegt erneut am Kulm, Valentin Foubert fliegt von PB zu PB
Auch am zweiten Wettkampftag am Kulm gab es wieder einen harten Kampf um den Sieg zwischen Stephan Embacher und Domen Prevc. Embacher flog zwar im ersten Durchgang mit 240,5 Metern am weitesten, doch musste Punktabzug wegen der Landung in diesem Weitenbereich in Kauf nehmen. Domen Prevc nach ihm hatte es mit zwei Gates weniger einfacher und landete bei 238 Metern, dafür mit perfektem Telemark - die Führung. Im Finale sprangen beide aus Gate 21, dem geringsten Anlauf des ganzen Wochenendes. Embacher landete sicher bei 225 Metern. Domen Prevc flog bis auf die neue Schanzenrekordweite von 245,5 Metern, doch bekam niedrige Noten für die Landung. Aber es reichte locker - der Slowene hatte am Ende 24,8 Punkte Vorsprung auf seinen Herausforderer. Den dritten Rang erkämpfte sich Johann Andre Forfang mit Weiten von 225,5 und 224 Metern, doch bereits 58,2 Punkten hinter dem Sieger. Eine bemerkenswerte Leistung lieferte auch Tomofumi Naito ab. Der Japaner, der erst am Vortag den Kulm erreichte und Training, Quali sowie den ersten Wettkampf verpasste, sprang mit von Jules Chervet geliehenen Skiern zu neuem persönlichen Rekord von 242,5 Metern und auf Rang vier, lediglich 0,3 Pünktchen entfernt vom Podest.
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Super Team - spannend und chaotisch
Gold für Österreich, gutes Schweizer Super Team
Den Abschluß der olympischen SkiGoldsprung-Wettbewerbe bildete am Montag der neu ins Programm aufgenommene Super-Team-Wettkampf anstelle des traditionellen Vierer-Teams. Insgesamt 17 Teams bestehend aus je zwei Athleten traten an im Kampf um die Medaillen.
Nach dem ersten Durchgang mussten sich bereits die Teams aus Estland, der Ukraine, Türkei, China und Rumänien verabschieden. Es entwickelte sich ein spannender Wettkampf, in dem von Beginn an die bisher medaillenlosen Österreicher dominierten. Dahinter ging es sehr eng zu mit immer wieder wechselnden Platzierungen. Beim Super-Team gibt es eigentlich drei Durchgänge mit den besten acht Teams in der letzten Runde. Neben den "großen" Teams schafften es auch die Schweiz und die USA unter die Top Acht. In diesem dritten Durchgang fing dann das Chaos an. Als nur noch fünf Springer auf ihren Start warteten, begann plötzlich heftiger Schneefall und nach einiger Verwirrung wurde der Wettkampf abgebrochen und das Ergebnis nach dem zweiten Durchgang zählte.
Domen Prevc gewinnt nur knapp am Kulm, Kevin Bickner Top Ten
Am Kulm finden an diesem Wochenende die ersten Skiflug-Weltcups der Saison statt. Eine Premiere gab es außerdem bereits am Freitag für die Nordischen Kombinierer, die erstmals einen Wettkampf auf einer Skiflugschanze austragen durften. Dabei gab es auch den ersten Weltcupsieg für den Finnen Ilkka Herola, der vor Lokalmatador Johannes Lamparter sowie Johannes Rydzek gewann.
Bei den Spezialspringern lieferte Stephan Embacher sich bereits in der Qualifikation, die der Österreicher für sich entscheiden konnte, einen harten Fight mit Domen Prevc. Auch nach dem ersten Durchgang lag Embacher noch in Führung, doch Domen Prevc lieferte im Finale wieder seine gewohnte Leistung ab. Mit Weiten von 213,5 und 228,5 Metern gewann der Slowene mit 433 Punkten. Embacher musste sich nach 223 und 219,5 Metern um gerade einmal 1,1 Punkte geschlagen geben. Die nächsten drei Plätze gingen auch an Österreich. Jonas Schuster schaffte bei seinem ersten Skifliegen gleich seinen ersten Podestplatz im Weltcup. Der Sohn des ehemaligen DSV-Trainers flog bis auf 215,5 und 204,5 Meter und hatte damit bereits 31,9 Punkte Rückstand auf den Sieg.
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Domen holt "sein" Einzelgold, Ilya Mizernykh top ten

Die Goldmedaille von der großen Schanze in Predazzo gewann dann doch der große Favorit Domen Prevc. Silber und Bronze - ihre jeweils zweite Einzelmedaille - gewannen Ren Nikaido und Kacper Tomasiak. Nach einem Durchgang lag Ren Nikaido mit 140 Metern ganz vorne. Domen Prevc war Zweiter mit seiner Weite von 138,5 Metern. Im Finale war der Slowene dann der Bessere mit dem weitesten Sprung auf 141,5 Meter. Der Japaner landete bei 136,5 Metern und fiel damit um 6,8 Punkte hinter Domen zurück. Eine super Leistung lieferte wieder der junge Pole Kacper Tomasiak mit 133 und 138,5 Metern ab, der sich noch vom vierten auf den Bronzerang verbesserte. Leidtragender war Kristoffer Eriksen Sundal, der dann Vierter wurde.
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