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Planica-Premiere für die Damen, ein Weltrekord und ein Abschied
Die skispringenden Damen haben wieder Geschichte geschrieben mit ihrem ersten Skifliegen auf der legendären Schanze in Planica. Zudem hat sich eine ganz Große verabschiedet. Aber der Reihe nach.
Bereits am Freitag Nachmittag durften die 13 besten Damen der Gesamtwertung zwei Trainingssprünge im slowenischen Mekka der Skiflieger absolvieren. Dort zeigte sich wieder einmal das Können und die Klasse der Nika Prevc. Die schon seit einigen Wochen feststehende Gesamtweltcupsiegerin flog in ihrem zweiten Versuch bis auf 242,5 Meter - neuer Weltrekord! Ihr alter Weltrekord, aufgestellt letzte Saison in Vikersund, betrug 236 Meter.
Der historische erste Wettkampf der Damen fand am Samstag Nachmittag statt, als die Verhältnisse nicht mehr ganz so weite Flüge erlaubten. Den historischen Sieg ließ sich Nika Prevc nicht nehmen, die bis auf 228,5 und 221 Meter flog mit 405,3 Punkten. Platz zwei errang Eirin Maria Kvandal. Die Doppelsiegerin von Vikersund landete bei 207,5 und 223,5 Metern und bekam gut 17 Punkte weniger. Die Norwegerin sicherte sich damit auch die erstmals vergebene kleine Kristallkugel für den Sieg in der Skiflugwertung. Dritte wurde Nozomi Maruyama, die zweite der Weltcupwertung, mit 211,5 und 211 Metern.
Österreich gewinnt Teamfliegen, Schweiz auf Rang sechs
Der Teamwettkampf in Planica begann mit einem Schreckmoment beim Probesprung von Domen Prevc, der nur mit Mühe und akrobatischem Können einen üblen Sturz verhindern konnte. Das slowenische Team schaffte es heute auch trotz traumhafter Kulisse von 30000 Zuschauern nicht, um die Podiumsplätze mitzukämpfen.
Der Sieg ging in einem spannenden Wettkampf mit wechselnder Führung an das Team aus Österreich mit Daniel Tschofenig, Markus Müller, Stefan Kraft und Stephan Embacher mit ingsesamt 1439,5 Punkten. Die eigentlich favorisierten Japaner, bei denen ausgerechnet Ryoyu Kobayashi schwächelte, wurden mit 13,9 Punkten weniger als die Sieger Zweite. Vor allem Naoki Nakamura sowieTomofumi Naito und Ren Nikaido trugen zum Podestplatz bei. Norwegen war eigentlich bis kurz vor Ende fast auf Siegkurs, doch Robin Pedersen, Isak Andreas Langmo, Marius Lindvik und Johann Andre Forfang mussten mit Rang drei vorliebnehmen. Herausragend war der erste Versuch von Forfang auf persönlichen Rekord von 246 Metern, doch der letzte Sprung glückte ihm nicht.
Antti Aalto und Valentin Foubert Top Ten in Planica
Den ersten Wettkampf in Planica gewann standesgemäß Domen Prevc. Der Überflieger landete bei Weiten von 232,5 und 230,5 Metern und siegte mit 421,4 Punkten. Zweiter wurde Ren Nikaido mit 20,1 Punkten weniger für 232 und 233 Meter. Rang drei holte sich Daniel Tschofenig, der nach 221,5 Metern noch 7. war, doch mit 233,5 Metern im Finale noch das Podest eroberte.
Auf den Plätzen folgten Johann Andre Forfang, Marius Lindvik, Naoki Makamura, Anze Lanisek und Andreas Wellinger. Die Top Ten komplettierten aber auch zwei Athleten der kleineren Skisprungnationen. Seit einiger Zeit ist Antti Aalto nun bereits Stammgast unter den besten zehn Skispringern der Welt. Im ersten Durchgang und mit 219 Metern fand sich der Finne noch auf Rang 14 wieder und lieferte dann im Finale einen tollen Flug auf neue persönliche Bestweite von 235,5 Metern ab. Verdienter Lohn war am Ende Rang neun.

