Home
Wieder Podest für Evgeniy Klimov in einem denkwürdigen Wettkampf

Welch ein eigenartiger zweiter Wettkampftag für die Herren in Chaikovsky. Der Wind spielte mal wieder kräftig mit, so daß der Wettbewerb von vornherein auf die Normalschanze verlegt wurde. Es gab für alle 56 Teilnehmer einen Trainingssprung, auf die Qualifikation wurde verzichtet. Um 13 Uhr startete dann der Wettkampf und der erste - und zum Glück - einzige Durchgang zog sich dann beinahe über zwei Stunden hin. Am längsten dauerte es beim letzten Starter, Junshiro Kobayashi aus Japan, der bestimmt eine halbe Stunde benötigte, ehe es die Verhältnisse zuließen und er springen und somit den Wettkampf abschließen konnte. Der Japaner behielt die Nerven und zeigte einen richtig guten Sprung auf 105 Meter, bekam 118,6 Punkte und wurde damit Zweiter.
Julia Kykkänen und Irina Avvakumova in Chaikovsky auf dem Podium

Gemeinsam mit den Herren sind die Damen zu Gast in Chaikovsky, allerdings ist es für sie bereits das Finale des Sommer Grand Prix. Im Gegensatz zu den Herren springen sie hier aber auf der Normalschanze.
Hinter der überragenden Siegerin des ersten Wettkampfes, der Japanerin Sara Takanashi, konnte sich Julia Kykkänen gut in Szene setzen. Mit ihren Sprüngen von 93 und 95 Metern und 215,3 Punkten konnte sie mit dem zweiten Platz das bisher beste Ergebnis ihrer Karriere erringen. Vor heimischem Publikum gelang auch Irina Avvakumova mit 212,4 Punkten und Weiten von 88,5 und 93 Meter als Dritte der Sprung auf das Podest.
Team Russland überzeugt zu Hause mit zwei Podestplätzen

Foto: Sergey Sheremetiev
In Chaikovsky, dem schönen Schanzenkomplex "Zneshinka", tragen sowohl die Damen als auch die Herren je zwei Wettkämpfe im Rahmen des Sommer Grand Prix aus. Nach dem Wettkampf der Damen waren die Herren dran, die anstelle Probesprung die Qualifikation absolvierten, die am Vortag wetterbedingt abgebrochen werden musste. Als Gastgeber durfte das russische Team hier auch eine nationale Gruppe stellen und alle neun einheimischen Sportler qualifizierten sich für den Wettkampf.
Am Ende durften zwei von ihnen sogar auf dem Podest stehen, geschlagen nur vom Slowenen Anze Lanisek, der seinen ersten Sieg errang. Evgeniy Klimov, der ja letztes Jahr bei der Vierschanzentournee in Innsbruck bereits auf dem Treppchen stand, durfte diesmal noch eine Stufe höher klettern. Mit 132 und 137,5 Metern und einer Punktzahl von 261,2 Punkten belegte der den zweiten Platz. Dritter wurde sein Teamkollege Denis Kornilov, der damit seinen Podestplatz aus Chourchevel wiederholen konnte. Nach dem ersten Durchgang und einem Sprung auf 136,5 Meter noch auf Rang zwei liegend, hatte er mit 127,5 Metern im Finale einige Meter eingebüßt, doch 249,0 Punkten sollten gerade noch für das Podest reichen. Denn nach einem Sprung lag der Norweger Johann Andre Forfang mit 139,5 Metern in Führung, jedoch fiel er mit nur 125,5 Metern im zweiten Durchgang noch zurück und verpasste das Podest lediglich um 0,1 Punkt. Lachender Dritter war der Slowene Anze Lanisek, der sich nach lediglich 129 Metern und dem 10. Platz mit einem Supersprung von 143 Metern mit der Gesamtpunktzahl von 265,6 bis ganz nach vorne katapultierte.

