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Carina Vogt wieder Weltmeisterin - Irina Avvakumova Zwölfte

Die Damen eröffneten in Lahti die Wettbewerbe der Skispringer bei der diesjährigen Weltmeisterschaft. Von insgesamt 50 Starterinnen qualifizierten sich 40 für den Wettkampf von der Normalschanze, der HS100.
Wie bereits bei den letzten Großereignissen bot sich auch hier wieder dieses Bild: Sara Takanashi, die eigentlich die Szene beherrscht, schwächelt, und Carina Vogt hat die stärksten Nerven und gewinnt.
Carina Vogt, nach dem ersten Durchgang mit 98,5 Metern auf dem Bronzerang liegend, sprang im Finale 96,5 Meter und überholte mit 254,6 Punkten die beiden vor ihr liegenden Konkurrentinnen. Yuki Ito aus Japan eroberte nach Rang vier im ersten Durchgang und Sprüngen von 97 und 96,5 Metern noch die Silbermedaille mit 252,6 Punkten. Doch für Sara Takanashi hätte es beinahe wieder tragisch geendet. Nach einen Sprung auf 98 Meter noch auf Silberkurs liegend, spielten ihr die Nerven wohl wieder einen Streich und sie landete bei 95 Metern und mußte fürchten, als Vierte medaillenlos auszugehen. Doch ihre 251,1 Punkten reichten dann noch für die Bronzemedaille, weil die zur Halbzeit führende Maren Lundby ebenfalls Nerven zeigte. Die Norwegerin, im Heimatland nach starken Leistungen als größte Medaillenhoffnung im Skispringen ausgerufen, führte locker nach einem Sprung auf 99,5 Meter. Doch als es dann galt, landete sie bereits bei 91 Metern und mußte mit dem vierten Platz vorliebnehmen.
COC Planica - alle Italiener punkten bei slowenischen Siegen

Die slowenischen Springer ließen sich die Siege bei ihren beiden heimischen Continentalcups auf der HS-139-Schanze in Planica nicht nehmen. Doch auch die drei italienischen Sportler mischten zumindest im ersten Wettkampf gut mit. Sebastian Colloredo, Alex Insam und Sebastian Colloredo belegten am Sonnabend die Plätze acht, zehn und elf. Roman Trofimov auf Platz 29 konnte als einziger Russe den Finaldurchgang erreichen. Sieger im ersten Wettkampf wurde vor heimischem Publikum Bor Pavlovcic (285,4 Pkt., 133,5/137m), Platz zwei holte sich der Norweger Joakim Aune (177,6 Pkt., 129,5/135,5m). Dritter wurde Viktor Polasek (276,4 Pkt., 135/131,5m) aus Tschechien.
Evgeniy Klimov Siebenter bei Olympiaprobe

Der zweite Wettkampf der Herren, der ursprünglich ebenfalls wie der erste auf der Großschanze ausgetragen werden sollte, mußte mit Rücksicht auf die wehenden Winde auf die Normalschanze umziehen. Somit kamen die Sportler in den Genuß einer echten Generalprobe auf beiden Schanzen der kommenden Olympischen Winterspiele.
Bester Außenseiter in einem ziemlich vom Wind beeinflußten Springen war wieder einmal Evgeniy Klimov aus Russland. Er sprang 107 und 106 Meter weit und belegte damit einen guten siebenten Platz. Auch zwei seiner Teamkollegen konnten heute gute Punkte sammeln. Denis Kornilov verbesserte sich vom 28. Platz im ersten Durchgang noch bis auf den 19. Rang. Alexey Romashov schob sich von Platz 29 noch bis auf den 22. Platz nach vorne.

