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Ein Franzose, ein Kanadier und zwei Russen im Finale von Willingen

An der Mühlenkopfschanze in Willingen sahen heute über 12000 Zuschauer einen begeisternden Einzelwettkampf, in dem am Ende doch wieder die bekannten Namen auf dem Podest standen. Doch fangen wir bei den kleinen Nationen an. Nachdem die Franzosen sowie Mackenzie Boyd-Clowes als einziger Kanadier im Teamwettkampf zuschauen mussten, zeigten sie heute ihr Können. Auch die russischen Springer, die gestern enttäuschende Letzte wurden, konnten zwei Springer in das Finale bringen.
Bester Außenseiter wurde einmal mehr der Franzose Vincent Descombes Sevoie, der seit der Vierschanzentournee konstant unter die Top 20 springt. So auch hier in Willingen, wo ihm vor allem im ersten Durchgang ein toller Sprung auf 135 Meter gelang, der ihn zu wahren Jubelstürmen hinriß. Im zweiten Durchgang sprang er auf 129 Meter und landete damit am Ende auf dem 15. Rang. Sehr stark präsentierte sich im ersten Versuch Mackenzie Boyd-Clowes, der nach 136 Metern sogar auf Rang 13 lag. Im Finale sprang der Kanadier 123 Meter und belegte damit den 20. Platz. Das ist seine beste Platzierung in dieser Saison.
Vincent Descombes Sevoie erneut bester Aussenseiter

Der Trend zeigte sich schon während der Vierschanzen-Tournee an und setzt sich nun auch danach fort. Vincent Descombes Sevoie ist in der Form seines Lebens. Auch beim heutigen Einzelwettkampf in Willingen konnte er sich einen Platz unter den Top 15 sichern.
Russland verfehlt das Finale

Der Teamwettkampf in Willingen hatte wieder mit schwierigen Windbedingungen zu kämpfen, so daß der gerade gestartete zweite Durchgang abgebrochen wurde und nur der erste Durchgang gewertet werden konnte.
Dabei setzte sich vor begeistertem heimischen Publikum das deutsche Team in der Besetzung Andreas Wank, Andreas Wellinger, Richard Freitag und Severin Freund mit insgesamt 538,6 Punkten knapp vor den Norwegern durch. Severin Freund zeigte dabei den weitesten Sprung mit 149 Metern. Das Team von Alex Stöckl mit Andreas Stjernen, Daniel Andre Tande, Kenneth Gangnes und Johann Andre Forfang musste sich nur um 0,6 Punkte geschlagen geben. Dritte wurden die Österreicher, die mit Stefan Kraft, Manuel Poppinger, Manuel Fettner und Michael Hayböck antraten, mit 506,2 Punkten.

