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Drei slowenische COC-Siege in Iron Mountain, Alex Insam punktet dreimal

Am Wochenende fanden abseits der Olympischen Spiele drei Wettkämpfe im Rahmen des Continentalcups in Iron Mountain, USA, statt. Alle drei Siege gingen an slowenische Springer, die wie in Peking auch hier ihre Stärke ausspielten. Den ersten Wettkampf gewann Ziga Jelar, der nach seiner Corona-Infektion endlich wieder in Form kommt, vor den Norwegern Anders Haare und Joacim Oedegaard Björeng. Den zweiten Wettkampf am selben Tag gewann Domen Prevc vor Philipp Raimund und Ziga Jelar. Der Sieg am nächsten Tag ging wieder an Domen Prevc, Zweiter wurde Ziga Jelar und Dritter Michael Hayböck.
Medaillen für Russland und Kanada, dennoch verdorbene Mixed-Team-Premiere

Die Teams der Skispringerinnen und Skispringer freuten sich auf auf die Premiere des Mixed-Team-Wettkampfs bei Olympischen Spielen. Es fing auch alles gut an, sogar die DSV-Herren hatten endlich ein Rezept für die Schanze gefunden. Doch dann schlug der Materialkontrolleur gnadenlos zu. Zuerst erwischte es Sara Takanashi, die absolut untröstlich war und damit Japan aus dem Medaillenkampf herausfiel. Es folgten die Disqualifikationen von Daniela Iraschko-Stolz, Katharina Althaus, und im zweiten Durchgang auch noch Anna Odine Ström und Silje Opseth. Eigentlich total unverständlich, da die Damen ihre Anzüge aus dem Einzelwettkampf trugen, wo sie nicht beanstandet wurden.
Somit waren bis auf die favorisierten Slowenen alle großen Nationen raus und das DSV-Team erreichte nicht einmal den zweiten Durchgang. Slowenien siegte dann auch unangefochten in der Besetzung Nika Kriznar, Timi Zajc, Olympiasiegerin Ursa Bogataj und Peter Prevc.
Verrückter Wettkampf, überraschendes Podest, starkes russisches Team
In einem absolut spannenden olympischen Springen krönte sich Ryoyu Kobayshi nach ausgelassenem Probesprung zum Olympiasieger. Doch mit Manuel Fettner und Dawid Kubacki hätte man nun nicht als Medaillengewinner gerechnet. Kobayashi lag bereits nach Durchgang eins mit 104,5 Metern in Führung und machte mit 99,5 Metern im Finale mit 275 Punkten alles klar für Gold. Manuel Fettner, der schon die ganze Saison stark springt, überraschte schon mit seinem ersten Sprung von 102,5 Metern und Rang fünf. Doch es sollte noch besser kommen. Im zweiten Durchgang landete er bei 104 Metern und kletterte mit seinen 270.8 Punkten bis zum Silberrang. Mit Verbesserungen im Finale kennt sich Dawid Kubacki ja bestens aus. In Peking steigerte er sich von Platz 8 bis zu Bronze.
Sehr stark präsentierte sich das russische Team. Evgeniy Klimov gewann noch den Probedurchgang und lag nach dem ersten Durchgang auf Platz vier. Am Ende reichten seine Sprünge von 104 und 100 Metern zum fünften Rang hinter dem Slowenen Peter Prevc. Auch Danil Sadreev beeindruckte einmal mehr. Als Achter beendete er seinen ersten olympischen Auftritt unter den besten Zehn. Roman Trofimov gelang ebenfalls ein guter Wettkampf, den er auf dem 23. Platz beendete. Lediglich für Mikhail Nazarov reichte es als 32. knapp nicht zum Einzug in die Finalrunde.

